Darum geht es
Das Bundesjagdgesetz verlangt Kenntnisse in der Führung von Jagdwaffen einschließlich Faustfeuerwaffen (§ 15 Abs. 5 BJagdG). In vielen Ländern ist die sichere Handhabung eine eigene Prüfungsstation – und ein Fehler beendet die Prüfung. In Nordrhein-Westfalen gilt die Schießprüfung bei unsicherer Handhabung als nicht bestanden, in Hessen führt ein Sicherheitsmangel zum Ausschluss von der gesamten Prüfung, in Baden-Württemberg ist die Handhabungsprüfung Teil der Schießprüfung, im Saarland führen Sicherheitsverstöße zum Nichtbestehen.
Sichere Handhabung lernst du mit der Waffe in der Hand, unter Anleitung, auf dem Schießstand. Diese Seite fasst die Regeln zusammen, die du in der Prüfung erklären und zeigen musst. Technische Anleitungen zu Umbau oder Eingriffen an der Waffe gibt es hier nicht.
Kernwissen
Diese Grundregeln gelten immer – im Revier, auf dem Stand und in der Prüfung:
- Jede Waffe gilt als geladen, bis du dich selbst durch Sichtkontrolle von Patronenlager und Magazin vom Gegenteil überzeugt hast.
- Die Mündung zeigt immer in eine sichere Richtung – nie auf Menschen, auch nicht beim Übergeben, Laden, Entladen oder Reinigen.
- Der Finger bleibt außerhalb des Abzugsbügels, bis du schießen willst.
- Die Sicherung ist eine technische Hilfe, kein Ersatz für sichere Handhabung.
- Übergeben nur entladen und geöffnet – mit offenem Verschluss oder abgekippten Läufen und mit dem Hinweis „entladen“. Wer eine Waffe entgegennimmt, prüft selbst nach.
- Entladen vor dem Besteigen und Verlassen eines Hochsitzes, vor dem Überwinden von Hindernissen wie Gräben oder Zäunen, vor dem Betreten von Gebäuden und vor dem Einsteigen ins Fahrzeug.
- Laufkontrolle: Vor dem Laden prüfst du, ob der Lauf frei ist. Schnee oder Erde im Lauf sind gefährlich.
- Passende Munition: Du lädst nur Munition, die zur Waffe passt. Patronen verschiedener Kaliber gehören nicht in dieselbe Tasche.
- Kugelfang: Du schießt nur, wenn das Geschoss nach dem Durchschlagen oder bei einem Fehlschuss sicher im gewachsenen Boden aufgefangen wird. Bei flachen Schüssen, auf Wasser, auf Steinen oder auf gefrorenem Boden drohen Abpraller.
- Ansprechen vor dem Schuss: Du schießt nur auf Wild, das du sicher erkannt hast, und nur, wenn Hintergrund und Umfeld keine Gefahr bergen.
- Keine Waffe unter Alkohol oder unter Mitteln, die deine Aufmerksamkeit beeinträchtigen.
- Gesellschaftsjagd: Laden erst am Stand, erlaubte Schussbereiche einhalten, nicht in das Treiben schießen, nach dem Ende des Treibens sofort entladen. Signalkleidung und Ablauf legt die Jagdleitung nach der Unfallverhütungsvorschrift fest.
Selbst prüfen
Übungsfragen zu Waffenhandhabung und Sicherheit
Antwort anklicken – die Auflösung mit Erklärung erscheint sofort. Die Reihenfolge der Antworten ist gemischt.
Du bekommst an der Prüfungsstation eine geschlossene Büchse gereicht. Was tust du zuerst?
Wann entlädst du deine Waffe?
3 Antworten richtig – wähle 3 aus
Wann ist eine Waffe nach dem Waffengesetz schussbereit?
Ein Rehbock steht auf einer Hügelkuppe, dahinter nur Himmel. Warum darfst du nicht schießen?
Kein offizielles Angebot der Prüfungsstellen. Übungsfragen eigener Erstellung. Rechtsstand 26.09.2026.