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Jagdschein-üben

J-K-M05

Wildkrankheiten und Zoonosen

Afrikanische Schweinepest, Tollwut, Fuchsbandwurm, Trichinen und Tularämie: Wildkrankheiten, Zoonosen und das richtige Verhalten bei Verdacht.
Stand 26.09.20262 Min. Lesezeit4 Übungsfragen

Darum geht es

Jägerinnen und Jäger finden kranke oder verendete Tiere oft als Erste. Der Jagdschutz umfasst ausdrücklich den Schutz des Wildes vor Wildseuchen (§ 23 BJagdG). Deshalb gehören Wildkrankheiten zum Prüfungsstoff: Du sollst typische Krankheiten erkennen, Gefahren für Menschen und Hunde einschätzen und wissen, wen du informierst.

Zoonosen sind Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden können. Bei ihnen geht es auch um deinen eigenen Schutz beim Aufbrechen, Streifen und Versorgen. Viele Prüfungsfragen verbinden das Thema mit der Wildbrethygiene.

Kernwissen

Diese Krankheiten solltest du einordnen können:

  • Afrikanische Schweinepest (ASP): Viruserkrankung von Wild- und Hausschweinen, für den Menschen ungefährlich, für Schweine meist tödlich. Seit 2020 ist sie in Deutschland bei Wildschweinen nachgewiesen. Menschen verschleppen das Virus über Lebensmittel, Kleidung, Schuhe und Fahrzeuge. Verendete Wildschweine meldest du dem zuständigen Veterinäramt, ohne sie zu bewegen.
  • Klassische Schweinepest: ebenfalls eine Viruserkrankung der Schweine, für Menschen ungefährlich. Schutzmaßnahmen für beide Schweinepesten regelt die Schweinepest-Verordnung.
  • Tollwut: Viruserkrankung, die vor allem über Speichel übertragen wird und beim Menschen ohne rechtzeitige Behandlung tödlich verläuft. Deutschland gilt seit 2008 als frei von der Tollwut bei Landtieren; bei Fledermäusen kommt Tollwut weiter vor.
  • Fuchsbandwurm: Der Kleine Fuchsbandwurm kann beim Menschen die alveoläre Echinokokkose auslösen, eine schwere Lebererkrankung. Handschuhe beim Umgang mit Füchsen und gründliches Händewaschen schützen.
  • Trichinellose: Trichinen sind Fadenwürmer, die sich in der Muskulatur einkapseln – vor allem bei Wildschwein und Dachs. Deshalb ist die amtliche Trichinenuntersuchung Pflicht, auch für den eigenen Haushalt (§ 2b Tier-LMHV).
  • Tularämie (Hasenpest): bakterielle Erkrankung vor allem bei Feldhasen, auf Menschen übertragbar. Apathische oder verendete Hasen fasst du nur mit Handschuhen an.
  • Aujeszkysche Krankheit: kommt bei Wildschweinen vor und endet für Hunde tödlich. Deshalb fütterst du Hunden kein rohes Schwarzwild und keinen Aufbruch davon.
  • Räude und Staupe: häufig bei Füchsen. Staupe ist für ungeimpfte Hunde gefährlich.
  • Geflügelpest (aviäre Influenza): betrifft Wildvögel, besonders Wasservögel. Auffällige Häufungen verendeter Wildvögel meldest du dem Veterinäramt.
  • Warnzeichen: fehlende Scheu, abnormes Verhalten, Abmagerung, Fallwild ohne äußere Gewalt. Solche Stücke zeigen bedenkliche Merkmale nach Anlage 4 Tier-LMHV und dürfen nicht ohne amtliche Untersuchung verwertet werden.

Selbst prüfen

Übungsfragen zu Wildkrankheiten und Zoonosen

Antwort anklicken – die Auflösung mit Erklärung erscheint sofort. Die Reihenfolge der Antworten ist gemischt.

Frage 1 von 4

Welche Aussage zur Afrikanischen Schweinepest stimmt?

Frage 2 von 4

Warum darfst du deinem Hund kein rohes Schwarzwild füttern?

Frage 3 von 4Mehrfachauswahl

Welche dieser Krankheiten sind Zoonosen, können also auf den Menschen übertragen werden?

3 Antworten richtig – wähle 3 aus

Frage 4 von 4

Du findest ein verendetes Wildschwein ohne Schussverletzung. Was ist richtig?

Kein offizielles Angebot der Prüfungsstellen. Übungsfragen eigener Erstellung. Rechtsstand 26.09.2026.

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